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10 Tage Chalkidiki: Meine Reise durch Sithonia

Chalkidiki in 10 Tagen erleben – Traumstrände, grüne Berge, kleine Küstenorte und der beeindruckende Berg Athos

Chalkidiki hatte ich schon länger auf meiner Reiseliste. Besonders die Halbinsel Sithonia reizte mich: viel Natur, wunderschöne Strände, kleine Küstenorte und dazu eine Landschaft, die deutlich grüner und ursprünglicher wirkt, als man es vielleicht von einem klassischen Badeurlaub erwartet.

Also packte ich meinen Koffer und machte mich alleine auf den Weg nach Nordgriechenland. Zehn Tage lang wollte ich Chalkidiki mit dem Mietwagen erkunden, zwischendurch wandern, am Strand entspannen und einfach schauen, was die Region zu bieten hat.

Als Ausgangspunkt für meine Reise wählte ich Nikiti und das kleine Acrotel Lily Ann Village. Von hier aus erkundete ich nach und nach die Sithonia-Halbinsel – und stellte schnell fest: Für Strandliebhaber und Naturliebhaber gibt es hier unglaublich viel zu entdecken.

Meine Unterkunft in Nikiti: Acrotel Lily Ann Village

Für meine zehn Tage auf Chalkidiki wohnte ich im Acrotel Lily Ann Village, einem schönen und eher kleinen 3-Sterne-Hotel. Für meine Reise war die Lage ideal. Zum Strand waren es zu Fuß ungefähr zehn Minuten und gleichzeitig war ich schnell im Ortszentrum von Nikiti.

Nikiti selbst erwies sich für mich als perfekter Ausgangspunkt. Im Ort findet man eigentlich alles, was man für einen Urlaub benötigt: Restaurants, Cafés, Supermärkte, eine Mietwagenfirma und natürlich den Strand.

Besonders schön fand ich die lange Promenade von Nikiti. Hier kann man wunderbar spazieren gehen und dabei immer wieder an Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften vorbeikommen. Je nachdem, in welchem Abschnitt man unterwegs ist, findet man auch einen längeren Sandstrand.

Wer nicht mit dem Auto unterwegs sein möchte, kann Nikiti übrigens auch als Ausgangspunkt für Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. Es gibt Busverbindungen nach Thessaloniki und in verschiedene Orte der Sithonia-Halbinsel. Diese fahren allerdings nicht häufig, so dass ein Auto sinnvoll ist. Bei meinem Aufenthalt waren es 3 Busverbindungen pro Tag in jede Richtung

Sithonia – eine grüne und bergige Seite von Chalkidiki

Schon nach den ersten Tagen war mir klar, dass Sithonia genau das Richtige für mich war.

Die mittlere der drei großen Halbinseln von Chalkidiki ist wunderbar grün und gleichzeitig bergig. Immer wieder schlängeln sich Straßen durch Pinienwälder und eröffnen den Blick auf das tiefblaue Meer. Dazwischen liegen kleine Buchten, lange Sandstrände und ursprüngliche Landschaften.

Wer gerne wandert, kommt hier ebenso auf seine Kosten wie jemand, der am liebsten den ganzen Tag am Strand verbringt. Es gibt lange Sandstrände, die von Pinienwäldern eingerahmt werden, aber auch felsige Küstenabschnitte, an denen sich das Schnorcheln lohnt.

Und genau diese Mischung hat mir besonders gut gefallen: Ich musste mich nicht zwischen Strandurlaub und Aktivurlaub entscheiden.

Ankommen in Nikiti und ein erster Besuch auf dem Bauernmarkt

Nach meiner Ankunft ließ ich es zunächst ruhig angehen. Schließlich wollte ich nicht direkt am ersten Tag von einem Ausflug zum nächsten hetzen.

Stattdessen machte ich mich zu Fuß auf den Weg und erkundete Nikiti. Mein erstes Ziel war der Bauernmarkt, auf dem Einheimische ihre Produkte anbieten.

Zwischen Obst und Gemüse entdeckte ich Honig, Käse und frischen Fisch. Aber der Markt besteht nicht ausschließlich aus Lebensmitteln. Auch Kleidung und Blumen werden angeboten. Für mich war das ein schöner erster Eindruck vom alltäglichen Leben abseits der touristischen Strände und Hotelanlagen.

Danach schlenderte ich noch ein wenig durch den Ort und entlang der Promenade. Ein perfekter erster Tag, um anzukommen und mich auf die nächsten Tage einzustimmen.

Mit dem Mietwagen nach Ormos Panagias

Nachdem ich meinen Mietwagen übernommen hatte, konnte meine eigentliche Erkundungstour durch Sithonia beginnen.

Mein erstes Ziel war Ormos Panagias, ein kleiner, charmanter Küstenort an der Ostseite der Halbinsel. Besonders schön fand ich den älteren Ortskern mit seinen direkt am Meer gelegenen Fischrestaurants.

Hier spielt sich das Leben unmittelbar am Wasser ab. Ein Anblick, den ich so schnell nicht vergessen werde: Boote liegen direkt vor den Restaurants und wer selbst ein Boot gemietet hat, kann teilweise sogar bis an den Strand vor dem Restaurant fahren.

Für mich war Ormos Panagias genau diese Art von Ort, die ich auf einer Reise suche – klein, entspannt und mit einer schönen Mischung aus Meer, Fischrestaurants und griechischem Küstenflair. Obwohl es zu der Jahreszeit ein verschlafenes Örtchen war, wurde es mein Lieblingsort.

Livrohio Beach – ein Strand, der sich sehen lassen kann

Nur wenige Minuten entfernt liegt ein ganz anderer Strandabschnitt: der Livrohio Beach, der auch unter dem Namen Trani Ammouda bekannt ist.

Der Strand ist außergewöhnlich lang und bietet viel Platz. Das türkisfarbene Wasser, der helle Sand und die grüne Landschaft im Hinterland machen ihn zu einem echten Highlight auf Sithonia.

Ich beließ es allerdings nicht beim klassischen Strandbesuch. Das Hinterland rund um Livrohio nutzte ich an einem anderen Tag für eine ausgedehnte Wanderung.

Und diese Wanderung wurde zu einem meiner persönlichen Highlights der Reise.

Wandern rund um Livrohio – unterwegs durch unberührte Natur

Abseits der bekannten Strände zeigt Sithonia noch einmal eine ganz andere Seite.

Ich wanderte entlang der Küste und durch die grüne Landschaft rund um Livrohio. Immer wieder eröffnete sich mir der Blick auf das Meer, während ich gleichzeitig durch eine fast unberührte Natur unterwegs war.

Gerade diese Kombination aus Wandern, Meerblick und einsamen Landschaften hat mir unglaublich gut gefallen. Während an den bekannten Stränden im Sommer sicherlich deutlich mehr los ist, konnte ich in der Nebensaison die Ruhe genießen und hatte immer wieder das Gefühl, die Landschaft ganz für mich alleine zu haben.

Wer gerne wandert und gleichzeitig das Meer liebt, sollte diese Ecke von Sithonia deshalb unbedingt auf seine Chalkidiki-Reiseliste setzen.

Mit dem Piratenschiff zum Berg Athos

Ein weiterer Höhepunkt meiner Reise war ein Ausflug von Ormos Panagias zum Berg Athos.

Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis: Ich ging an Bord eines urigen Piratenschiffs und fuhr entlang der Küste der Athos-Halbinsel.

Die Landschaft wurde immer beeindruckender. An den Hängen der Halbinsel liegen zahlreiche orthodoxe Klöster, die teilweise spektakulär über dem Meer thronen. Vom Schiff aus konnte ich die Klöster und die beeindruckende Küstenlandschaft bestaunen.

Die Athos-Halbinsel ist dabei etwas ganz Besonderes: Der Zugang zum eigentlichen Mönchsgebiet ist Frauen nicht gestattet. Für mich war die Fahrt deshalb eine besondere Möglichkeit, zumindest einen Eindruck von dieser abgeschiedenen und geheimnisvollen Region zu bekommen.

Während der Schifffahrt konnte ich mich einfach zurücklehnen, den Blick über das Meer schweifen lassen und die ungewöhnliche Atmosphäre dieser Halbinsel auf mich wirken lassen.

Zwischenstopp in Ouranoupoli

Zur Mittagszeit legte das Schiff in Ouranoupoli an. Der kleine Küstenort gilt als Tor zur Athos-Halbinsel und verbindet eine entspannte Urlaubsatmosphäre mit seiner besonderen Lage am Rande des Mönchsstaates.

Ich nutzte den Aufenthalt ausgiebig zum Stöbern und Shoppen und fand natürlich auch das eine oder andere Souvenir, das mich später noch an diesen besonderen Ausflug erinnern sollte.

Nach der Rückkehr nach Ormos Panagias ließ ich den Tag bei einem Fischessen direkt am Meer ausklingen.

Ich bestellte mir eine Dorade und saß dabei praktisch direkt am Strand. Da noch Nebensaison war, hatte ich das Restaurant fast für mich alleine. Für mich war das einer dieser perfekten Reisemomente, die man nicht planen kann: frischer Fisch, das Meer direkt vor den Augen und kaum andere Gäste um mich herum.

Entlang der Westküste von Sithonia: Traumstrände auf Chalkidiki

Ein weiterer Tag stand ganz im Zeichen der Westküste von Sithonia.

Mit dem Mietwagen fuhr ich entlang der Küste und legte immer wieder Stopps an verschiedenen Stränden ein. Dabei wurde mir erneut bewusst, wie unterschiedlich die Strände auf Chalkidiki sein können.

Agios Ioannis Beach

Meine erste Station war Agios Ioannis. Ein schöner langer Sandstrand mit nur einem 5-Sterne Luxushotel.

Kalogria Beach

Als Nächstes machte ich Halt an der Paralia Kalogria.

Der Strand ist besonders für sein klares Wasser bekannt und eignet sich hervorragend, wenn man einen entspannten Badetag mit einer schönen Landschaft verbinden möchte. Die Kombination aus feinem Sand, blauem Meer und den Pinien im Hintergrund zeigt ziemlich eindrucksvoll, warum Sithonia bei Strandliebhabern so beliebt ist. Auch bei Tauchern und zum Schnorcheln ist der Strand beliebt. Ca. 200 Meter vor der Küste liegt das Kalogria Reef . Zum Schnorcheln vom Strand aus bietet sich die kleine vorgelagerte Insel an.

Lagomandra Beach

Mein nächster Stopp war Lagomandra Beach.

Auch hier erwartete mich eine wunderschöne Kulisse aus Meer und Pinienwald. Genau diese Verbindung ist es, die für mich den besonderen Reiz der Strände auf Sithonia ausmacht. Man liegt nicht einfach nur an einem Strand – überall ist die Landschaft präsent.

Je weiter ich Richtung Süden fuhr, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass hinter jeder Kurve schon der nächste schöne Strand auf mich warten könnte.

Neo Marmaras – ein lebendiger Kontrast zu den kleinen Küstenorten

Mein Tagesziel war schließlich Neo Marmaras.

Nach den vielen kleinen und ruhigen Strandabschnitten war der Ort ein schöner Kontrast. Neo Marmaras liegt malerisch an einem Hang über dem Meer und bietet zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte.

Ich schlenderte durch den Ort, genoss den Blick über das Wasser und ließ den Tag langsam ausklingen.

Gerade die Kombination aus kleinen Küstenorten, unberührten Landschaften und traumhaften Stränden machte für mich den besonderen Reiz dieser Mietwagen-Tour aus. Auf relativ kurzer Strecke konnte ich ganz unterschiedliche Facetten von Sithonia entdecken.

Aber Achtung: Für Autofahrer kann es hier durchaus herausfordernd werden. Ich kann mich kaum an einen Ort erinnern, an dem so viele steile Straßen das Fahren mit einem Schaltwagen erschweren. Außerhalb des Ortes gibt es jedoch große Parkplätze, von denen aus man zu Fuß hinunter- und anschließend wieder hinaufgehen kann. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Ort daher nur bedingt geeignet – es sei denn, man findet einen Parkplatz direkt an der Promenade.

Mein erstes Fazit nach den ersten Tagen auf Chalkidiki

Die ersten Tage meiner Reise hatten bereits deutlich gemacht, dass Chalkidiki viel mehr ist als ein klassisches Reiseziel für einen Strandurlaub.

Sithonia ist grün, bergig, abwechslungsreich und unglaublich schön. Ich konnte wandern, kleine Küstenorte entdecken, mit dem Schiff am Berg Athos entlangfahren und gleichzeitig immer wieder an traumhaften Stränden ins türkisfarbene Wasser springen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass ich alleine unterwegs war und meinen Tagesablauf komplett selbst bestimmen konnte. Mal stand eine Wanderung auf dem Programm, mal ein Strandtag, mal ein Ausflug mit dem Schiff und zwischendurch einfach ein gemütliches Essen direkt am Meer.

Und obwohl ich zu diesem Zeitpunkt bereits einige der schönsten Ecken von Sithonia gesehen hatte, war meine Reise noch lange nicht vorbei.

Denn in den nächsten Tagen warteten noch weitere Strände, Ausflugsziele und besondere Orte auf mich.

Meine Reise durch Chalkidiki ging also weiter.